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Digitales Marketing heute

Kontaktieren Sie uns Jul 30, 2014
Digitales Marketing heute Genau wie jede andere Marketingmethode sollten Automatisierungen sich von den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden ableiten. Statt komplette Neuanfänge zu inszenieren, ist es besser, klein zu beginnen und Schritt für Schritt zu testen, zu lernen (!) und dann zu perfektionieren.

Wow, das war wirklich ein interessantes Jahr bisher für diejenigen, die die digitale Marketingwelt aufmerksam verfolgen! Zunächst einmal war der Aufruhr um Content Marketing immens, und dann wurden auch noch laufend neue Begriffe und Technologien eingeführt: responsiv, geräteübergreifend, CCO, CMTO und viele mehr. Da die erste Hälfte des Jahres wie im Fluge vergangen ist, dachten wir uns, es ist an der Zeit, innezuhalten und uns die digitale Marketinglandaschaft einmal genauer anzusehen. 

1. Mobile Welt

Die ständig wachsende Anzahl von mobilen Nutzern weltweit ist unbestreitbar zur Zeit eine der größten Mächte, die die digitale Marketingwelt steuern. Die ständig wachsende mobile Nutzung beeinflusst Technologie und Inhalt sowie den Analysenaspekt des digitalen Marketings. Eine der größten Herausforderungen ist, die individuellen Nutzer zu identifizieren, die nun immer häufiger ihre Geräte inmitten ihres Onlineverhaltens oder sogar während eines Einkaufs wechseln. Zum Beispiel könnte jemand ein Tablet für das anfängliche Stöbern nutzen, um dann später den tatsächlichen Einkauf mit dem Desktopcomputer zu tätigen. Schon letztes Jahr kündigte Google die Herausgabe einer neuen geräteübergreifenden Metrik an, die sich, anstatt Kunden-IDs zu nutzen, auf Nutzer-IDs verlässt. Auf diesem Weg kann der Nutzer als dieselbe Person identifiziert werden, auch wenn er viele verschiedene Geräte benutzt. Außerdem helfen Gerätepfade und andere Metriken den Unternehmen, die rentabelsten Geräte oder Kaufpfade zu identifizieren.

Neueste Studien ergaben, dass mobile E-Mails (sprich, diese die auf einem mobilen Gerät gelesen werden) bereits mehr als 50% aller E-Mail Empfänge weltweit ausmachen. Zusätzlich werden mehr und mehr Webseiten mit einem Tablet oder Handy durchstöbert. Trotz des offensichtlichen Wandels im Verhalten der Leute hat sich an der Ausführung der Webseiten lange nichts getan. Als Konsequenz gibt es Frustration: wenn die Webseiten trotz allem immer noch nicht mobiloptimiert sind, oder wenn sie es sind, aber in schlechter Qualität, kann der Kunde schon mal verzweifeln.

Zum Glück gibt es auch zahlreiche Beispiele von hervorragender und überzeugender Mobiloptimierung. Bezüglich der Technologie scheint dabei das responsive Design von Webseiten und E-Mails zu gewinnen. Im responsiven Design passt sich der Inhalt automatisch dem richtigen Layout für das genutzte Gerät an, ohne dass der Nutzer erst die mobile Version anfordern muss.

2. Marketing Automatisierungen

Marketing Automatisierungen werden mehr und mehr als digitale Marketing-Taktik genutzt. Der Grund, warum Unternehmen Marketingautomatisierungsmethoden anwenden, ist die steigende Nachfrage nach Inhalt der interessant, persönlich und zeitlich korrekt abgestimmt ist. Zusätzlich suchen Unternehmen nach Wegen, Ressourcen einzusparen und Größenvorteile zu gewinnen. Massenmails an eine Gruppe von anonymen Menschen und die Nutzung von gemieteten Mailinglisten liegen - zum Glück - in den letzten Zügen. Unternehmen investieren nun lieber in die individuelle Ansprache von Kunden und inspirierende, willkommene  Marketingbemühungen. 

Marketing Automatisierungen werden von vielen Unternehmen noch als umständlich und langsam eingeschätzt. Statt nach massiven IT-Projekten zu suchen, sind heute agile Lösungen gefragt, die spielend leicht vom Marketing- und Kommunikationspersonal adaptiert werden können. Genau wie jede andere Marketingmethode sollten Automatisierungen von den eigentlichen Kundenwünschen und -bedürfnissen abgeleitet werden. Anstelle von weiträumigen Totalüberholungen ist es besser, klein zu starten und Schritt für Schritt durch Testen, Lernen und Verfeinerungen auf Perfektion hinzuarbeiten.

3. CMTO

Die Rolle von Marketing und Kommunikation in Unternehmen hat sich während der letzten Jahre signifikant verändert. IT ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil des alltäglichen Lebens eines jeden Marketing-Experten geworden - dies setzt natürlich auch ein besseres Verständnis von Technik als je zuvor voraus. Man könnte sogar behaupten, eine neue Position hat das Licht der Welt entdeckt: Ein Marketing-Experte, dessen Job sich irgendwo in dem Kontinuum zwischen dem "alten" Marketing Manager und einem IT-Manager befindet. Zusammen mit dieser Veränderung wurden neue Job-Titel wie CMTO (Chief Marketing Technology Officer, zu deutsch Technischer Marketing Leiter/Vorstand) erschaffen.

Der CMTO von heute ist ein etwas anderer Kunde im Vergleich zu den Marketing Managern der vergangenen Jahre, die jegliche technische Sorgen getrost der IT-Abteilung überlassen konnten. Heute machen technische Lösungen einen entscheidenden Teil des Marketer-Alltags aus und haben so einen großen Einfluss auf die Entscheidungsfällung. Ein Teil der IT-Einkäufe in Unternehmen obliegt nun komplett der Verantwortung von Marketingexperten, die inzwischen wissen, worauf es wirklich ankommt: Technische Funktionalität sowie agile und moderne Lösungen zu erkennen ist für sie kein Problem mehr. Dienstleister hingegen müssen dieser Nachfrage mit dem Entwickeln von Marketing Tools, die nutzerfreundlicher und kundenorientierter sind als je zuvor, entgegen treten.

4. CCO

Content Marketing war bereits letztes Jahr eines der heißesten und meistdiskutierten Themen im digitalen Marketing. Und das scheint auch nicht abzureißen. Auf den Punkt gebracht, ist Content Marketing die Art von Marketing, die auf interessantem und nützlichem Inhalt basiert, statt nur auf werbenden Maßnahmen. Erfolgreiches Content Marketing liefert daher relevanten Inhalt, beratende Maßnahmen und nützliche Tipps, statt lediglich ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben. Der Inhalt sollte, statt nur versuchen, zu überzeugen, eher Antworten bereitstellen - Lösungen für Herausforderungen, denen sich die Zielgruppe gegenüber sieht, und Rat, Hilfestellung und Inspiration.

Obwohl diese Theorie im Grunde allgemein anerkannt wird, scheint es doch immer wieder Schwierigkeiten mit der Umsetzung zu geben, insbesondere hinsichtlich spezieller Taktiken. Die richtigen Tools, Prozesse, Inhalte und Layouts zu finden, kann oft schwerer fallen als gedacht. Zusammen mit dieser neuen Herausforderung enstand aber auch ein neuer Entscheidungsträger: Der CCO (Chief Content Officer, zu deutsch etwa Vorstand/Leiter für Inhaltsmarketing), dessen Hauptverantwortlichkeiten im Bereich der Gestaltung und Entscheidungsfällung des Content Marketing liegen.

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