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Auf Social Media zuhören und aktiv teilnehmen

Kontaktieren Sie uns Mär 29, 2016
Auf Social Media zuhören und aktiv teilnehmen Statt einseitig Informationen in Social Media zu posten, ist es wichtiger, für die eigene Branche relevante Themen und Diskussionen zu suchen und auf sie zu reagieren.

Social Media ruft in vielen Organisationen gemischte Gefühle hervor. Obwohl Social Media oft als wichtiger Teil der Kommunikation und des Kundenservice angesehen wird, gibt es in der Praxis Schwierigkeiten, die benötigten Ressourcen zu finden. Wenn viele Aktionen durchgeführt werden und wenig Zeit bleibt, ist Social Media oft der Teil der Kommunikation, der zuerst vernachlässigt wird. 

Wie kann Social Media also sinnvoll in die Arbeitszeit integriert werden? Und worauf sollten sich Organisationen bei der Social Media Kommunikation konzentrieren? Wir wollten das Thema aus der Sichtweise eines Experten betrachten und haben uns deswegen mit Piritta Seppälä unterhalten, die in Finnland als Social Media Trainerin tätig ist.

Das 50-50 Modell in Social Media

Seppälä ermutigt Organisationen sich in Social Media vor allem auf zwei Teilbereiche zu konzentrieren: Zuhören und aktiv Teilnehmen. Gerade in Kanälen, die Wechselseitigkeit hervorheben wie Twitter, Instagram und Periscope, sollte sich nach Seppälä die Social Media Kommunikation dem 50-50 Modell nähern: Die Hälfte der eigenen Aktionen sollte aus dem Teilen von Informationen, dem Folgen der Diskussionen anderer und der Teilnahme an diesen bestehen. Die meisten Organisationen konzentrieren sich im Moment wahrscheinlich darauf, die eigenen Inhalte zu veröffentlichen, anstatt die Zeit auch für andere wichtige Aktionen zu nutzen.

Statt einseitig Informationen in Social Media zu posten, ist es wichtiger, für die eigene Branche relevante Themen und Diskussionen zu suchen und auf sie zu reagieren. Was ist aber die Lösung? Wie kann die Social Media Kommunikation in den Organisationen nach diesem Modell verändert werden?

Wir haben eine Liste mit Themen zusammengestellt, die Organisationen beachten sollten, wenn sie ihre Social Media Kommunikation wechselseitiger gestalten möchten.

Neue Herangehensweise und Einstellung

Der erste Schritt zur Veränderung ist oft ein Einstellungswechsel. Es versteht sich, dass Social Media per Definition soziale Kommunikationskanäle sind. Erfolg erfordert ständige Präsenz und Kontakt mit anderen. Es ist oft schwer, die eigene Einstellung zu ändern, weil wir uns daran gewöhnt haben, in einer bestimmten Weise zu handeln, und alte Routinen sind schwer zu vergessen. Deswegen braucht es viel Disziplin, um wirklich etwas zu verändern.

Tipp: Im Kalender sollten die Tage vermerkt werden, an denen sich auf die Social Media Kommunikation konzentriert werden soll. Dabei sollte genau festgehalten werden, wie viel Zeit für das Folgen von Diskussionen und Kommentare verwendet werden soll.

Klare Hauptziele

Auch für das Monitoring der Diskussionen und die Teilnahme an ihnen sollten klare Hauptziele festgelegt werden: Was soll durch die eigenen Aktionen erreicht werden und wie sieht die Zielsituation aus, die erreicht werden soll? Soll die Aufmerksamkeit für die Organisation verbessert oder die Expertenposition in der Branche verstärkt werden? Das Halbjahresziel kann dann das tägliche Folgen der Experten in der Branche und das Kommentieren von wichtigen Inhalten zwei mal per Woche sein.

Tipp: Die Ziele sollten festgehalten und monatlich überprüft werden.

Moderne und aktuelle Tools

Das Folgen der Hashtags und Diskussionsgruppen ist nicht der einzige Weg, auf dem Laufenden in Sachen Social Media zu bleiben. Online und Social Media Monitoring Services bieten einen wirksameren Weg, den Social Media Diskussionen zu folgen, die mit einem bestimmten Hashtag versehen wurden. Der Monitoring Service durchsucht die Diskussionen und einzelne Kommentare nach bestimmten Keywords ja sendet Berichte über die Ergebnisse per E-Mail. Die E-Mail Zusammenfassungen machen es einfach, interessanten Themen zu folgen, Inhalte zu finden, die andere teilen, und zu messen, wie zum Beispiel ein eigenes Event in den Social Media Diskussionen aufgenommen wurde.

Tipp: Den wichtigsten Hashtags und Schlüsselwörtern, die von den aktivsten Social Media Nutzern der Branche genutzt werden, sollte über zum Beispiel Tweetdeck oder einem Social Media Monitoring Tool gefolgt werden.

Entspannt mitdiskutieren

Viele bekommen nur durch den Gedanken an Interaktionen über einen Firmen-Account Kopfschmerzen. Oft wird über Posts zu viel und zu lang nachgedacht. Das kommt oft daher, dass sich die Mitarbeiter nicht sicher sind, welchen Ton und Stil sie für Posts ihrer Organisation verwenden sollten. Obwohl es wichtig ist, die Social Media Kommunikation nüchtern zu gestalten, sollte sie auch entspannt ablaufen. Posts und Kommentare sollten nicht zu ernst genommen werden.

Tipp: Es sollte eine allgemeine Anleitung für die Social Media Kommunikation am Arbeitsplatz existieren, auf die alle Mitarbeiter zugreifen können und die gemeinsam mit der Leitung erstellt wurde. So wissen alle, in welchem Stil über die Accounts der Organisation geschrieben werden soll.

Wollen Sie wissen, wie Online und Social Media Monitoring in der Praxis funktioniert?

Kontaktieren Sie unsere Experten, damit sie Ihnen unseren Service vorstellen können.

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